Samstag, 25. März 2017

Happy Birthday


Sonntag, 5. März 2017

The Translation-Jobbers


















You see, Sir Walter, into what “sloughs of despond” we
German translators fall— with the sad necessity of drag-
ging your honor after us. Yet this is but a part of the ge-
neral woe. When you hear in every bookseller’s shop
throughout Germany one unanimous complaint of the
non-purchasing public and of those great profit-absor-
bing whirlpools, the circulating libraries,— in short all
possible causes of diminished sale on the one hand; and
on the other hand the forestalling spirit of competition
among the translation-jobbers, bidding over each other’s
heads as at an auction, where the translation is knocked
down to him that will contract for bringing his wares soo-
nest to market;—hearing all this, Sir Walter, you will per-
ceive that our old German proverb “Eile mit Weile,” (i. e.
Festina lente, or the more haste, the less speed) must in
this case, where haste happens to be the one great quali-
fication and sine-qua-non of a translator, be thrown alto-
gether into the shade by that other proverb— “Wer zuerst
kommt mahlt zuerst” (First come first served).

From the “German ‘Translator’s’ Dedication to Sir Wal-
ter Scott, Bart.”, in: Walladmor: “Freely translated [by
Georg Wilhelm Heinrich Häring aka Willibald Alexis] into
German from the English of Sir Walter Scott.” And now 
freely translated [by Thomas de Quincey] from the Ger-
man into English, London, Taylor and Hessey, 1825.   

Mittwoch, 22. Februar 2017

An Anti-Modern Laboratory

 
















If we become SLAVES OF CULTURE we can CHANGE THE
WORLD. 

I imagine the girls walking through The Alchemists Gar-
den with a parasol: a garden inhabited by signs, symbols
and archetypes invoking and recalling remote worlds.

WHAT ARE WE GOING TO DO WITH ALL THIS FUTURE?

 

Freitag, 10. Februar 2017

Breaking the ice






 











To the premiere of “Django” at the 67th @Berlinale Film
Festival, @HariNef in a #GucciCruise17 tulle ruffled gown
and embellished sandals.
 
 

Mittwoch, 25. Januar 2017

Heimatstadt


















All jenen, die glauben, man könne sich eine Millionenstadt
aneignen, indem man sogenannte Baumscheiben einzäunt
und bepflanzt, verwahrloste Spielplätze mit Spendengel-
dern „aufhübscht“, usw., sei mit Furio Jesi, jenem allzu
früh (1941-1980) durch einen banalen Haushaltsunfall hin-
weggerafften Turiner Wunderkind, ein für allemal gesagt:

Man kann eine Stadt lieben, man kann ihre Häuser und
Straßen in der liebsten und ältesten Erinnerung tragen,
aber erst in der Stunde der Revolte wird die Stadt wirk-
lich als die eigene empfunden: eigene, weil Schauplatz
eines Kampfes, für den man selbst und das Kollektiv sich
entschieden hat; die eigene, weil umschriebener Raum,
in dem die historische Zeit aufgehoben ist und wo jede
Tat in sich selbst Gültigkeit hat, mit ihren absolut un-
mittelbaren Folgen. Man eignet sich eine Stadt wesent-
lich mehr an, indem man in den aufeinanderfolgenden
Angriffswellen mit vorprescht und zurückweicht, als wenn
man als Kind auf ihren Straßen spielt oder später mit ei-
nem Mädchen auf ihnen dahingeht. In der Stunde der Re-
volte ist man nicht mehr allein in der Stadt.

Die schöne Stelle stammt aus Furio Jesi, „Die Suspendie-
rung der geschichtlichen Zeit“, dem ersten Kapitel von 
Spartakus. Simbologia della rivolta, Turin, Bollati Borin-
ghieri 2000. Barbara Kleiners Übersetzung des ersten Ka-
pitels erschien 2012 als N°069 der 100 Notes 100 Thou-
ghts / 100 Notizen 100 Gedanken im Rahmen der docu-
menta 13. Kleiner hat auch Jesis nachgelassenes Roman-
fragment L’ultima notte übersetzt. Die letzte Nacht er-
schien 1991 in einem Freiburger Kleinverlag.     

Sonntag, 8. Januar 2017

Include me out!


















Die besten Sprüche sind von vorgestern. Wie der, den JLG
Fritz Lang vor mehr als fünfzig Jahren in Le Mépris zitieren
lässt: „Include me out, as a real producer once said.“ Voilà,
the most famous of all Goldwynisms.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Eden


















Auf einer der Fahrten zwischen meiner Wohnung und der
Akademie der Künste zeigte ich ihm das Apartmenthouse
»Eden«, das an der Stelle jenes im Januar 1919 als Sitz des
Stabs der Garde-Kavallerie-Schützen-Division dienenden
Eden-Hotels steht, in dem Rosa Luxemburg und Karl Lieb-
knecht die letzten Stunden ihres Lebens verbracht hatten.
Das »Eden« liegt unmittelbar neben dem »Europa-Center«,
dessen Geschäfte für das kommende Fest geschmückt wa-
ren. Vom Kurfürstendamm her biegt man in die Budapester
Straße ein, die in den Tiergarten und zum Landwehrkanal
führt.

Der Hohn, den die Beibehaltung des Namens für das Luxus-
apartmenthouse auf das Gedenken der beiden Ermordeten
darstellt, war Thema unseres Gesprächs im Auto. Diese Fahrt
mag Ausgangspunkt für die dritte Strophe gewesen sein:

Es kommt der Tisch mit den Gaben,
er biegt um ein Eden –